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Das El Pilar Archaeological Reserve for
Maya Flora and Fauna liegt rund 19 Kilometer nördlich von San Ignacio, der
Stadt im Westen Belizes. Die eigentliche Maya-Stätte gehört teilweise zu
Belize und Guatemala. El Pilar wurde auf der geologischen Abbruchkante
gebaut, die den Abschluss des Peten-Gebietes in Richtung Belize bildet,
nördlich des Tals des Belize-River.
Das Zentrum von El Pilar war vom Department
of Archae-ology bereits in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in
Augenschein genommen worden. Damals aber war die ge-samte Ausdehnung noch
unbekannt. Erste Kartierungen fan-den 1984 im Rahmen des Belize River
Archaeological Settle-ment Survey (BRASS) statt, die vollständige
Untersuchung von El Pilar begann schließlich 1993. Das Brass/El
Pilar-Programm ist ein internationales disziplinübergreifendes Projekt, das
von Dr. Anabel Ford von der University of California in Santa Barbara
geleitet wird. Im Mai 1997 wurde die Einrichtung des neun Quadratkilometer
großen Reservates als belizischer Nationalpark festgeschrieben, 1998
erklärte Guatemala das Gebiet um seinen Teil der El-Pilar-Ruinen ebenfalls
zu einer Schutzzone. El Pilar ist 1997 vom World Monument Fund in die Liste
der 100 gefährdetsten Stätten aufgenommen worden, in der auch Pompeji, das
Taj Mahal und Angkor Wat verzeichnet sind. Eine erste Chronologie, die auf
Keramikvergleichen basiert, hat gezeigt, dass die Phase von Großbauten in
El Pilar in der Mittleren Präklassik (500 v. Chr.) begann und bis zur
Endklassik (1000 n. Chr.) mit umfassenden Umbaumaßnahmen andauerte. Diese
Zeitspanne beträgt über 15 Jahrhunderte und beweist die kontinuierliche und
syste-matische Entwicklung in dieser Region.

Das Zentrum von El Pilar war vom
Department of Archaeology bereits in den 70er Jahren des 20. Jahr-hunderts
in Augenschein genommen worden. Damals aber war die gesamte Ausdehnung noch
unbekannt. Erste Kartierungen fanden 1984 im Rahmen des Belize River
Archaeological Settlement Survey (BRASS) statt, die vollständige
Untersuchung von El Pilar begann schließlich 1993. Das Brass/El
Pilar-Programm ist ein internationales disziplinübergreifendes Projekt, das
von Dr. Anabel Ford von der University of California in Santa Barbara
geleitet wird. Im Mai 1997 wurde die Einrichtung des neun Quadratkilometer
großen Reservates als belizischer Nationalpark festgeschrieben, 1998
erklärte Guatemala das Gebiet um seinen Teil der El-Pilar-Ruinen ebenfalls
zu einer Schutzzone. El Pilar ist 1997 vom World Monument Fund in die Liste
der 100 gefährdetsten Stätten aufgenommen worden, in der auch Pompeji, das
Taj Mahal und Angkor Wat verzeichnet sind. Eine erste Chronologie, die auf
Keramikvergleichen basiert, hat gezeigt, dass die Phase von Großbauten in
El Pilar in der Mittleren Präklassik (500 v. Chr.) begann und bis zur
Endklassik (1000 n. Chr.) mit umfassenden Umbaumaßnahmen andauerte. Diese
Zeitspanne beträgt über 15 Jahrhunderte und beweist die kontinuierliche und
systematische Entwicklung in dieser Region.
El Pilar besitzt über 25 Plazas in einem Gebiet
von 40,5 Hektar. Dies stellt die Stätte in eine Reihe mit den wichtigen
Zentren des Maya-Tieflandes.
El Pilar ist das größte Zentrum im
Belize-River-Gebiet. Drei mal so groß wie andere bekannte Maya-Stätten,
zum Beispiel Baking Pot oder Xunantunich. Es gibt über ein Dutzend große
Pyramiden und viele verschiedene Gebäude. Die Ruinen werden in drei
Hauptbereiche eingeteilt: Xaman (Nord-) Pilar, Nohol (Süd-) Pilar und Pilar
Poniente (West, in Guatemala). Die östlichen und westlichen Gebiete sind
durch einen sehr breiten Weg, einen Causeway, verbunden. Er verläuft von
einer großen öffentlichen Plaza zu einer anderen. Die Ausgrabungen haben
sich bisher auf den belizischen Teil von El Pilar konzentriert. 1998 gab es
im guatemaltekischen Pilar Poniente erste Begutachtungen, sogenannte
Surveys, die darauf hindeuten, dass es auch hier noch Monumentalbauten zu
entdecken gilt.
Besucher können sich ein bisschen
wie Entdecker fühlen, wenn sie über die Plazas von El Pilar gehen. Die
meisten Bauwerke sind bewusst nicht vom Dschungel befreit worden. So ist im
Gegensatz zu benachbarten Maya-Stätten der Eindruck erhalten geblieben, wie
ihn die Archäologen bei ihren ersten Besuchen hatten. Auf rigoroses
Freischlagen von Flächen und Gebäuden ist verzichtet worden, stattdessen
setzt man auf naturnahe Wege und die beispielhafte Präsentation von
Architektur: hier eine Treppe, dort ein Raum, hier eine Gebäudeecke. Dieses
Konzept hat viele Vorteile: Dadurch, dass Bauwerke nicht freigelegt sind,
werden sie nicht weiterer Verwitterung ausgesetzt und dem Zerfall
preisgegeben, sondern für die Forschungsarbeit kommender Generationen und
neue archäologische Techniken bewahrt. Natürlich gibt es aber auch in El
Pilar bemerkenswerte konsolidierte Bauwerke, die freigelegt sind; darunter
ein Tunnel mit Kraggewölbe, ein Tempel und Beispiele von Architektur für
die Elite. El Pilar ist mit seinem Urwald zudem Lebensraum Hunderter Arten
von Vögeln und anderer Tiere, die Besucher beobachten können. In einem Teil
der Maya-Stätte - bei einer Residenz der gehobenen Gesellschaft - entsteht
zur Zeit ein Maya-Wald-Garten, in dem Pflanzen vorgestellt werden, die die
Maya einst sinnvoll nutzten.
Der Ort trägt bereits seit langer
Zeit den Namen El Pilar. Auch wenn der wirkliche Ursprung im
Dunkel liegt, deuten doch die zahlreichen natürlichen Wasserquellen darauf
hin, dass das alte spanische Wort für Wasserbassin, Pila, Namensgeber sein
könnte. Zwei Bäche entspringen bei El Pilar: im Osten der El Pilar Creek,
im Westen der El Manatial (Die Quelle). Rund 1,9 Kilometer östlich liegt
Chorro, ein wunderschöner Wasserfall. Denselben Namen trägt auch die kleine
Maya-Stätte hinter der Kaskade. Der Wasserreichtum bei El Pilar ist
ungewöhnlich für das Maya-Gebiet. Die ehrwürdige Maya-Metropole Tikal -
lediglich 50 Kilometer westlich in Guatemala gelegen - besaß überhaupt
keine natürlichen Wasserquellen.
Zur Zeit gibt es sechs Wegesysteme
im Reservat. Drei sind archäologisch orientiert, drei naturhistorisch. Sie
sind zwischen 160 und 930 Meter lang und besitzen unterschiedliche
Schwierigkeitsgrade.
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