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Das Cerros Maya Archaeological Reserve umfasst ein 21
Hektar großes Gebiet auf einem Hügel, der die Bucht von Chetumal überragt.
Cerros Maya trägt somit zu Recht seinen Namen: Es bedeutet übersetzt
Maya-Hügel. In der Späten Präklassik war Cerros ein wichtiger
Küstenhandelsort. Jen-seits der Chetumal Bay liegt die heutige Stadt
Corozal.
Die Bauwerke von Cerros zeigen nach
der Späten Präklassik keinerlei Ergänzungen. Dies deutet
darauf hin, dass Cerros sehr früh von den Maya aufgegeben wurde.
Ausgrabungen von 1973 zeigten, dass der Ort einschnei-dende Veränderungen
durchmachte: vom kleinen lokalen Zentrum zu einer Stätte, die regional in
einem Netzwerk a-gierte, das auf Seehandel aufgebaut war. Zu den
wichtig-sten Handelsgütern zählten Jade und Obsidian.
Cerros besitzt drei große
Akropolen, die optisch mehrere Plazas dominieren. Sie waren wiederum von
Pyramiden gesäumt. Zwei dieser Bauwerke sind mit zwei bis vier Meter hohen
Masken geschmückt. Auch Gräber und Ballplätze wurden ausgegraben. Viele
Artefakte, die gefunden wurden, stützen die Theorie, dass Cerros eine
heraus-ragende Position zwischen 400 v. Chr. und 100 n. Chr. einnahm.

Während dieser Periode experimentierten
die Maya von Cerros mit neuen Formen der Kunst und Architektur, die sich
als bahn-brechend für die Entwicklung in der Klassik er-weisen sollten. Der
höchste Tempel ragt 21 Meter über den Plazaboden. Die Residenzen der
herrschenden Klasse sind mittlerweile vom Meer hinfort gespült worden.
Die Lage von Cerros ist heute ein
grund-sätzliches Problem: Die beiden größten Bau-werke sind ständig von
Erosion durch die See bedroht. Um die Architektur und Fassa-denkunstwerke
zu schützen, sind sie mit einer Schutzschicht überzogen, da das Geld für
eine aufwendige und dann sichtbare Kon-solidierung fehlt.
Von Cerros aus bietet sich ein herrlicher
Panoramablick über die Bucht von Chetumal und die Umgebung. Südwestlich der
Ruinen mündet der New River in die Bucht. Am Fluss sind zahlreiche
Wildtiere zu beobachten, darunter Wasservögel, Krokodile und Seekühe
(Manatees). Die Nähe des New River bot für Cerros einen idealen
Verbin-dungsweg zur anderen bedeutenden Maya-Stätte der Präklassik:
Lamanai.
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