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DIE STADT COROZAL
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Die Stadt Corozal, Verwaltungszentrum des Distriktes, liegt an der Bucht von Corozal. Obwohl Corozal eine Stadt am Meer ist, besitzt sie keine richtigen Strände. Bisher gilt Corozal selbst nicht als touristische Attraktion, wird aber gern von Reisenden als Rastplatz auf dem Weg nach Belize City oder Mexiko oder zum Auftanken genutzt. Corozal wurde 1849 von Flüchtlingen vor dem mexikanischen Kasten-Krieg gegründet. Heute leben rund 7500 Menschen in der Stadt, von denen die meisten spanischsprachig sind.

 

Die überwiegende Zahl der Häuser und Gebäude in Corozal waren aus Lehm gebaut und mit Palmenblättern gedeckt, bis Hurrikan Janet 1955 den größten Teil der Stadt zerstörte. Corozal wurde um einen zentralen Platz herum wieder aufgebaut, Holz und Beton wurden nun als Bau-material verwendet. Schachbrettartig verlaufen heute die Straßen vom Zentralplatz aus, ganz im Stil einer typischen Mestizenstadt. Um den zentralen Platz herum liegen die meisten Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten.

 

Corozal wurde auf den Grundmauern des alten Maya-Zeremonienzentrums San-ta Rita errichtet. Da die meisten Maya-Gebäude - anders als sonst üblich - nicht auf künstlichen Hügeln oder Pyramiden errichtet wurden, entstand die Stadt später direkt auf den Maya-Ruinen. In den 80er Jahren begann ein Archäologenteam mit Ausgrabungen und fand heraus, dass über 50 Prozent der Gebäudereste von Santa Rita unter dem heutigen Corozal verborgen liegt.

 

Zu den Funden von Santa Rita gehört ein Skelett, das mit Jade und Mika bedeckt war und dem einige Goldobjekten mit ins Grab gegeben wurden. Die einzigen sichtbaren Gebäudereste Santa Ritas sind in der Nähe des Auslieferungslagers von Coca-Cola und Belikin in Corozal zu sehen. Acht Kilometer südlich von Corozal liegt die alte Zuckermühle Aventura Sugar Mill, die im 19. Jahrhundert ihren Betrieb aufgenommen hatte. Übrig geblieben ist von ihr lediglich der Schornstein, zudem steht noch eine Kirchenruine aus dem 16. Jahrhundert.

 

Die bekannteste Maya-Ruine von Corozal ist Cerros, was "Hügel" bedeutet. Die Ausgrabungsstätte ist von Corozal aus per Boot oder über eine ungepflasterte Straße zu erreichen. Das höchste Gebäude von Cerros ist über 21 Meter hoch. Von hier hat man einen herrlichen Panoramablick über die Küste. Cerros war von der späten Präklassik an bewohnt und wurde um 100 n. Chr. aufgegeben.

 

Das Angebot in Corozal reicht von Hotels, Trailer-Park und Restaurants bis hin zu Banken. Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Zuckerindustrie. In der Nähe der Stadt liegen mehrere Dörfer. Sarteneja in der Nordostecke von Belize ist ein Beispiel für diese kleinen, pittoresken Gemeinden.

 


Uhrenturm von Corozal


Blick auf Corozal von See


Spielplatz in Corozal


Corozal Cultural Museum

 

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