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Der Corozal Distrikt liegt 137 Kilometer
von Belize City entfernt. Er grenzt im Norden an Mexiko und an die
Meeresbucht von Che-tumal. Der Corozal Distrikt hat:
- 10.000 Einwohner,
- eine Größe von 1860
Quadratkilometer,
- als Hauptwirtschaftszweig
die Zuckerindustrie.
Die Menschen in Belizes
nördlichstem Distrikt sind überwiegend Mestizen. Die meisten von
ihnen spre-chen Spanisch und Eng-lisch.
Mitte des 19. Jahrhun-derts gab es auf der
gesamten mexikanischen Yukatan-Halbinsel eine Rei-he von Massakern, die von
versklavten Indios und Mestizen und Weißen verübt wurden. Die
Auseinandersetzungen führten zum Kastenkrieg, in dessen Verlauf Tausende
von Mestizen und Indios Richtung Süden flohen. Sie suchten Zuflucht im
damaligen Bri-tisch-Honduras, dem heutigen Belize. Ihre Nachkommen bilden
heute den Hauptbe-völkerungsanteil im Corozal Distrikt.

Als die Flüchtlinge nach Belize
kamen, ging der Maha-goni- und Blauholz-Export gerade rapide zurück.
Da die meisten der Neuankömmlinge erfahrene Bauern waren, be-gann Belize
schon bald Zucker nach England zu expor-tieren. Bereits Mitte der 60er
Jahre des 19. Jahrhunderts war die Produktion auf eine Million Pfund
jährlich ange-wachsen. Deshalb waren dringend zusätzliche
Verar-beitungskapazitäten erforderlich: Die Libertad Factory in Corozal
wurde gebaut, wodurch eine kontinuierliche Stei-gerung der Zuckerproduktion
sichergestellt wurde.
Das in Belize gepflanzte Zuckerrohr
ist für seine ho-hen Saccharose-Gehalt geschätzt, den höchsten auf
der Welt in Relation zu den klimatischen und Boden-bedingungen. In den 70er
Jahren des 20. Jahrhunderts sank die US-Nachfrage nach Zucker. Die Folge:
Libertad wurde geschlossen. Heute wird das im Corozal Distrikt ge-erntete
Zuckerrohr im Orange Walk Distrikt verarbeitet.
Das Wort Corozal leitet sich vom
spanischen Wort für die Cohune-Palme ab, die bei den Maya in früheren
Zeiten als Symbol der Fruchtbarkeit gegolten haben soll.
Sehenswürdigkeiten des Distriktes: Maya-Stätte Santa Rita / Cerros / Shipstern Nature Reserve
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