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COCKSCOMB BASIN WILDLIFE SANCTUARY
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Das Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary liegt im Süden von Belize. Es wird überragt von den Gipfeln des Cocks-comb-Gebirgszuges der Maya Mountains. Der Name Cocks-comb (Hahnenkamm) leitet sich vom Aussehen der Berg-formation ab, das sie vom Norden und Süden aus bietet.

 

Das Gebiet war 1984 zunächst zu einem Waldschutz-gebiet erklärt worden. 1986 wurde ein Teil davon zu einem Wildreservat gemacht. 1993 schließlich wurde das gesamte Cockscomb-Becken zu einem Wildschutzgebiet. In jüngster Zeit sind Schritte eingeleitet worden, um das Reservat ins Trio Valley auszudehnen. Rund 40470 Hektar sind heute geschützt - nicht zuletzt wegen der großen internationalen Bedeutung, die der Rettung der großen Jaguarpopulation im Becken zukommt. Das Reservat wird durch die Belize Audubon Society gemanagt.

 

Die ersten Menschen, die das Basin bewohnten, waren die Maya. Steinerne Zeugen dieser Zeit sind die dschungelüberwucherten Ruinen von Chucil Baalum, einem kleineren Zeremonialzentrum aus der klassischen Zeit der Mayazivilisation.

 

Den ersten bekannten Versuch, das Cockscomb Range zu vermessen, machte 1888 die Goldsworthy-Expedition. Sie wies auch nach, dass bereits Holzfäller in das Becken vorgedrungen waren auf der Suche nach Mahagoni und Zeder. Stämme wurden den South Stann Creek zum Meer hinuntergeflößt, wo sie per Schlepper nach Belize City gezogen wurden. Viele der in Karten verzeichneten Plätze im Cockscomb-Becken tragen noch bildhafte Namen von Holzfällercamps wie zum Beispiel "Sale Si Puede" ("Geh weg, falls Du kannst") oder "Go to Hell Camp" ("Geh zur Hölle"-Camp). Alle diese Camps sind längst vom Dschungel zurückerobert worden.

 

Ausgehend vom Cockscomb Basin mit über 90 Meter über Meeresspiegel, steigt das Gelände bis auf 1120 Meter auf dem Gipfel des Victoria Peak an, einem der höchsten Punkte des Landes. Das Becken entstand einst durch eine ausgedehnte, sehr alte Granitkuppe, die das Basin ausfüllte. Als der flüssige Granit in das Becken einfloss, wurden die umliegenden Felsen zu Metasedimenten "gekocht": extrem hartes Gestein. Da Granit schneller erodiert als Metasediment, verschwand Schritt für Schritt der Granit und hinterließ ein perfekt geformtes Becken. Das Cockscomb Basin ist auf drei Seiten von hohen Gebirgszügen und Bergen aus Metasediment umgeben. Zugänglich ist das Gebiet durch eine rund 9,5 Kilometer lange Straße, die vom Southern Highway über Cabbage Haul Gap führt.

 

Selektiver Holzeinschlag und Hurrikans haben dazu geführt, dass heute ein Mosaik aus aus-gewachsenem und dichtem Sekundärwald im Basin zu finden ist. Das Kronendach ist dabei zwi-schen 12 und 37 Meter hoch. Das Becken ist von Bächen und ihren Zuflüssen durchzogen, die haupt-sächlich die beiden großen Flüsse Swasey und South Stann Creek speisen. Ein dritter Fluss, der Sittee River, berührt nur den nördlichen Teil des Cockscomb Basin.

 

Die ausgeprägte Trockenzeit dauert von Januar bis Mai. Während der Regenzeit fallen über 2500 bis 4600 Millimeter Niederschlag. Diese Regenmenge charakterisiert die Vegetation des Beckens als tropischen Feuchtwald.

 

Das Cockscomb Basin besitzt eine sehr dünne, aus Granit entstandene Erdschicht, die arm an Nährstoffen ist. Wie bei vielen tropischen Waldböden würde ohne den Schutz durch die dichte Urwaldvegetation heftiger Regen zu einer massiven Erosion führen. Das Becken würde ohne den Wald zu Ödland werden, das Was-sereinzugsgebiet würde vernichtet.

 

Außer dem Jaguar schützt das vielseitige Ökosystem des Cockscomb Basin einen großen Prozentsatz der belizianischen Tier- und Pflanzenarten. Dazu zählen der gefährdete Ozelot (Leopardus p. pardalis), die Zwergtigerkatze oder Margay (Leopardus wiedii yucatanica), der Mittelamerikanische Tapir (Tapirus bairdii) und der Hellrote Ara (Ara macao).

 

Der Jaguar (Panthera onca goldmani) ist die drittgrößte Wildkatze der Erde. Ein ausgewachsenes Männchen wiegt bis zu 90 Kilogramm und misst von der Nasen- bis zur Schwanzspitze zwei Meter. Das Cockscomb Basin ist Heimat des dichtesten Ja-guarbestands, der überhaupt bekannt ist. Männchen haben überlappende Territorien zwischen 29 bis 41 Quadratkilometer. Hingegen gibt es bei Weibchen keine Terri-torialüberschneidungen, die Gebiete sind aber nur ein Drittel so groß wie bei Männchen.

 

Der dichte Dschungel des Beckens ist ein Paradies für Freunde der Vogelbeobachtung: Über 300 Arten sind registriert worden. Zu den besonders interessanten Vogelarten zählen der Hellrote Ara, der Tuberhelkokko (Crax rubra), der Fischertukan (Ramphastos sulfuratus) und der Königsgeier (Sarcoramphus papa). Im Basin leben auch zahlreiche Reptilien und Amphibien wie der Rotaugen-Baumfrosch, die Boa Constrictor und der Grüne Leguan (Iguana iguana). Der Urwald selbst besteht aus unzähligen Pflanzenarten, darunter große Baumfarne, Orchideen, Luftwurzlern und Kletterlianen. Unter den Baumarten sind Mahagoni (Swietenia macrophylla), Kapokbaum (Ceiba pentadora), Yemeri (Vochysia hondurensis) und die allgegenwärtige Cohu-nepalme hervorzuheben.

 

Das Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary bietet den Besuchern alles, die gern campen und Outdoor-Aktivitäten lieben. Es gibt ein Besucherzentrum und einen Picknickplatz. Mehrere herrliche Dschungelpfade führen durch das Becken. Zum Kochen und Duschen gibt es trinkbares Wasser. Badespass in den Bächen und Wasserfällen sind ein Muss.

 


Blick vom Gipfel
des Victoria Peak


Jaguar


Wasserfall Ben's Bluff Waterfall


Victoria Peak thront
über dem Becken

 

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