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Der Blue Hole National Park liegt nur 20
Kilometer süd-östlich von Belmopan, der belizischen Hauptstadt. Gleich drei
Eingänge besitzt der Nationalpark, der im De-zember 1972 eingerichtet
wurde. Er ist 233 Hektar groß und größtenteils mit Primär- und Sekundärwald
bestanden.
Von seiner nördlichen Grenze aus -
durch den Hum-mingbird Highway markiert - steigt die zerklüftete
Karstlandschaft schnell auf über 180 Meter an. Durch und auch
unter dem Blue Hole National Park suchen sich einige der Zuflüsse aus dem
Oberland ihren Weg zum nahen Sibun River, einem der wichtigsten Flüsse des
Landes.
Die Topografie dieses zentralen
Gebietes von Belize wird durch Kalksteinformationen und zahlreiche
unterirdische Bäche und Flüsse, eingestürzte Karsthöhlen, in denen sich
Wasser sammelt (Sinkholes) und ein ausgedehntes unterirdischen Höhlensystem
geprägt. Eine der Hauptattraktionen des Nationalparks ist die leicht
zugängliche Höhle St. Herman's Cave. Die andere faszinierende
Sehenswürdigkeit ist das Blue Hole, das Blaue Loch.
Das Blue Hole ist ein Sinkhole, in
dem sich Wasser auf seinem Weg zum Sibun River sammelt. Die eingestürzte
Karsthöhle ist vermutlich über 30 Meter tief und rund 100 Meter im
Durchmesser. Der Pool unmittelbar an dem Sinkhole ist über 7,50 Meter tief
und erscheint in einem wundervollen Saphirblau, von dem der Ort seinen
Namen ableitet.

Nachdem sich das Wasser auf einer kurzen
Strecke seinen Weg durch dichte Vegetation gebahnt hat, verschwindet es
in einem sogenannten Siphon, dem oberen Teil einer großen Höhle. Die Form
der Öffnung sorgt für ein ungewöhnlichen Echoeffekt. Das sprudelnde blaue
Wasser wird auf seiner Reise durch die Unterwelt gekühlt, so dass es bei
seinem kurzen oberirdischen Er-scheinen geradezu ideal ist für ein
erfri-schendes Bad - besonders natürlich an heißen und staubigen Tagen. Zu
dem natür-lichen Swimmingpool zieht es jedes Jahr Tau-sende von Belizianern
und Touristen.
Die Höhle St. Herman's Cave liegt
rund 120 Meter vom Hummingbird Highway entfernt, auf der Westseite
des National-parks. Diese Naturattraktion kann auch direkt über einen Pfad
durch die Wildnis vom Blue Hole aus erreicht werden. Der am dichtesten
liegende Eingang zur Höhle ist sehr beeindruckend. Der Eingang liegt
unmittelbar in einem Sinkhole, das sich von 55 Meter Durchmesser auf 18,30
Meter verengt. Ursprünglich hatten die Maya in der Klassik Stufen in den
Fels geschlagen, um zum Eingang zu gelangen. Doch im Laufe der Zeit wurden
sie unsicher, heute sind die Stufen aus Beton. Beim Eintritt in die Höhle
werden Sie deutlich den Wechsel von heißer feuchter Luft draußen zu kühler
feuchter Luft drinnen spüren.
Die Höhle hat große archäologische
Bedeutung. Keramikgefäße wurden gefunden, mit denen die Maya Tropfwasser
auffingen. Außerdem stießen die Forscher auf Speere und Fackeln. Die Funde
werden vom Belize Department of Archaeology untersucht. Die belizische
Regierung hat es ermöglicht, dass grundsätzlich Besucherinnen und Besucher
die Höhle besichtigen können, ohne die sonst erforderliche besondere
Genehmigung einholen zu müssen. Ein Pfad und Beschilderung machen es
einfach, sich in der Höhle zurechtzufinden. In jedem Fall brauchen Sie aber
eine funktionierende Taschenlampe.
Drei der fünf Wildkatzenarten von
Belize sind im Nationalpark beobachtet worden: Jaguar (Panthera
onca goldmani), Ozelot (Leopardus p. pardalis) und Jagua-rundi (Herpailurus
yagouaroundi fossata). Andere gesichtete Säugetiere sind
Mittel-amerikanisches Tapir (Tapirus bairdii), Halsbandpekari (Pecari
tajacu), Ameisenbär (Tamandua m. mexicanum) und beide in Belize
vorkommenden Hirscharten. Ab und zu sind Schwarze Brüllaffen (Alouatta p.
pigra) zu hören, bisher aber im Park selbst noch nicht angetroffen worden.
Eine vollständige Liste mit den Vögeln, die hier zu beo-bachten sind,
finden Sie im neuen Besucherzentrum nahe des Weges, der zur St. Herman's
Cave führt. Zu den nicht alltäglichen gefiederten Tieren zählen dabei unter
anderem Naschvögel, Trogons, Kotingas und Motmots.
Ein wunderschöner Weg verbindet
Blue Hole und die Höhle St. Herman's Cave. Der Naturpfad,
der durch niedrigen Sekundärwald führt, ist ein bisschen abenteuerlich mit
seinen steilen Anstiegen. Tragen Sie deshalb festes Schuhwerk. Es empfehlen
sich auch langärmlige Hemden und lange Hosen, da Insekten sonst manchmal
zur Plage werden können.
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