Home

Suchen

Browsen

Quellen

Hilfe

Kontakt

 

Belize - Eine virtuelle Tour

 

Überblick

Natur-Attraktionen

Städte & Dörfer

Maya-St&aUuml;tten

Alle Tour-Stationen

 

Stationen einer virtuellen Reise

 

 

Vorheriger Stopp

COMMUNITY BABOON SANCTUARY
Stopp 5 von 20

Nächster Stopp

 


Das Community Baboon Sanctuary wurde 1985 eingerichtet, um eine der wenigen gesunden Populationen Schwarzer Brüllaffen in Zen-tralamerika zu schützen. Brüllaffen werden in Belize meist Baboons ge-nannt, daher der Name des Schutzgebietes. Als es ins Leben gerufen wurde, war es das einzige Wildlife-Management-Projekt weltweit, das völlig auf freiwilliger Basis durch die Kooperation privater Landbesitzer entstand.

 

Die Landbevölkerung, die vom Schutzgebiet partizipiert, hat eine weitreichende Tradition im Zeichen von Respekt und Verehrung für die Brüllaffen, die in großer Zahl auf ihrem Land leben. Als es notwendig wurde, den schwindenden Lebensraum der Affen zu schützen, han-delten die Landbesitzer rechtzeitig.

 

Fast alle von ihnen in der fast 47 Quadratkilometer großen Schutzzone am Belize River haben freiwillige Schutzvereinbarungen unterzeichnet, die sie dazu verpflichten, ihre Landwirtschaft nur im Einklang mit den Bedürfnissen der Affen und anderer Wildtiere zu betreiben. Jeder Landbesitzer beachtet einen individuellen Schutzplan, der den Lebensraum der Brüllaffen verbessert und nachhaltig sichert.

 

Zu denen Plänen gehört, Waldbestände an den Flussufern zu erhalten, Nahrungsbäume stehen zu lassen, wenn Land gerodet wird, und Naturkorridore um landwirtschaftliche Flächen herum zu unterhalten. Davon haben auch die Landbesitzer Vorteile: Die Erosion nimmt ab, der Flussversandung wird vorgebeugt, eine schnellere Regeneration nach Brandrodungen wird er-möglicht.

 

Die acht Dörfer und rund ein Dutzend Landbesitzer, die zum Sanctuary zählen, sind aktive und entscheidende Schutzpartner für das Gebiet. Durch nachhaltige Landwirtschaft und freiwillige Kooperation helfen die Menschen vor Ort, die Zukunft der Schwarzen Brüllaffen und ihren Le-bensraum in Belize zu sichern.

 

Der Schwarze Brüllaffe (Alouatta p. pigra) ist eine gefährdete Art, die lediglich in einem sehr begrenzten Gebiet zu finden ist. Dazu zählen Belize, das südliche Mexiko und isoliert liegende Areale in Guatemala. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Brüllaffenarten in Zentral- und Südamerika. Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften der Brüllaffen ist ihr lauter, durch-dringender Ruf, der kilometerweit im Wald zu hören ist.

 

Schwarze Brüllaffen leben üblicherweise in Trupps von vier bis acht Tieren, angeführt von einem dominierenden Männchen. Während des Tages klettern die Affen gemächlich von einer Baum-krone in den nächste, fressen und ruhen sich aus. Nur selten ver-lassen sie die Baumwipfel und kommen auf den Erdboden herunter. Schwarze Brüllaffen sind reine Vegetarier, sie fressen verschiedene Blätter, Blüten und Früchte. Wie andere Affen sorgen Baboons für ihre Jungen, verteidigen ihr Territorium und kommunizieren auch durch ihren Gesichtsausdruck - ähnlich wie Menschen.

 

Das Baboon Sanctuary liegt im laubwaldbestandenen Flach-land des nördlichen Zentral-Belize. Der größte Teil des Schutz-gebietes sind Uferwälder, die am mäandernden Belize River liegen. An den Ufern bildet der Wald geradezu grüne Mauern aus Bäumen, Lia-nen und Epiphyten. Im Osten grenzen an den Flusswald Cohu-nepalmen-Bestände, im Westen ein Pinienwaldgürtel und Pinien-savanne.

 

Diese unterschiedlichen Waldarten und -lebensräume - obwohl durch den Holzeinschlag und die Brandrodungs-Landwirtschaft beeinflusst - sind Heimat für rund 100 Baumarten und zahlreiche Lianen, Büschen, Epiphyten und Kräutern. Erklärungspfade, die durch verschiedene Wälder und landwirtschaftliche Räume führen, verschaffen einen direkten Einblick in unterschiedliche Le-bensräume.

 

Außer den zahlreichen Brüllaffen-Trupps gibt es vielfältiges Tierleben im Schutzgebiet zu beobachten. Fast 200 Vogelarten sind ausgemacht worden, außerdem leben hier Grüne Leguane, Ameisenbären, Hirsche und viele andere Säugetierarten, Amphibien und Reptilien. Alle diese Tiere profitieren natürlich von den Schutzvorhaben der Sanctuary-Mitglieder.

 

Aber nicht nur Flora und Fauna der Region sind im Schutzgebiet zu sehen, auch typisches ländliches belizisches Leben. Die sieben mehrheitlich von Kreolen dominierten Dörfer sind bäuerlich geprägt und bieten eine entspannte und freundliche Atmosphäre.

 

Viele Dorfbewohner züchten Vieh und betreiben Brandrodungs-Landwirtschaft auf ihren Feldern, sogenannten Plantations. Besucher können hier viel über das heutige Leben der Kreolen erfahren, ihren Lebensstil, ihre Geschichte.

 

Ein kleines naturhistorisches Museum fasst Geschichte und Naturgeschichte der Region überschaubar zusammen. Übernachtungsmöglichkeiten und Tourführer gibt es in Bermudian Lan-ding.

 


Im Dorf Bermudian Landing


Museum des Baboon Sanctuary


Wachsamer Brüllaffe


Brüllaffen-Baby

 

Vorheriger Stopp

 

Nächster Stopp


|