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CAHAL PECH
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Cahal Pech ist ein wichtiges Maya-Zeremonienzentrum, das auf einem Berg oberhalb der Stadt San Ignacio liegt. Der Name leitet sich aus einer Kombination aus den Yucatec- und Mopan-Maya-Sprachen ab und bedeutet so viel wie "Ort der Zecken". Cahal Pech erhielt seinen Namen in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, als das gesamte Gebiet zur Viehzucht genutzt wurde: geradezu ein Paradies für Zek-ken.

 

Der Kern des Zentrums besteht aus 34 Gebäuden, die alle auf einer Fläche von lediglich 8100 Quadratmeter stehen. Die Mehrzahl der Gebäude gruppiert sich um sieben Höfe. Es gibt mehrere Tempel, zwei weit auseinander liegende Ball-spielplätze und - so wird vermutet - ein Schwitzbad. Das höchste Gebäude ist über 23 Meter hoch und besitzt eine steile Treppe an der Seite.

 

Archäologen haben insgesamt zehn Wohnhügel in sechs der sieben Hofgruppen gefunden. Ausgrabungen haben gezeigt, dass Cahal Pech um 1000 v. Chr. besiedelt und um 800 n. Chr. aufgegeben wurde. Unmittelbar unter verschiedenen Gebäuden der Mittleren Klassik (500 bis 700 n. Chr.) liegen Tempel aus der Späten Präklassik (300 v. Chr. bis 250 n. Chr.). Daraus lässt sich schließen, dass dies die Zeiten größter Entwicklung gewesen sind.

Das exakte Datum der Entdeckung von Cahal Pech ist nicht bekannt, aber Berichte über die archäologische Stätte tauchten Anfang der 50er Jahre auf. Das University Museum of Pennsylvania nahm erste Kar-tierungen 1951 vor, veröffentlichte aber nie-mals die Ergebnisse. Es dauerte bis 1969, als das Department of Archaeology mit einer Rettungsaktion reagierte, als bekannt wurde, dass Grabräuber in Cahal Pech ihr Unwesen trieben.

 

Die Forschungsarbeit konzentrierte sich auf ein königliches Grab innerhalb der Zentralplaza (Plaza B). Zu den auffälligsten Funden gehörten ornamentierte Jadeob-jekte, Obsidianklingen, Muschel- und Knochen-Ornamente und mehrere Keramikgefäße. Besondere Bedeutung kommt einer Maske mit Jade- und Muschel-Mosaik zu, die vermutlich das Hauptstück eines Zeremoniengürtels gewesen ist, die von der im Grab beigesetzten hochrangigen Persönlichkeit getragen wurde. Diese Artefakte können in der Nationalsammlung in Belmopan besichtigt werden.

 

Zwischen 1970 und 1985 wurde Cahal Pech mehrfach geplündert. Die Zerstörung der archäologischen Stätte führte dazu, dass sich die Menschen in San Ignacio der kulturellen Bedeutung der Ruinen bewusst wurden und sich für sie einsetzten. 1988 begannen umfangreiche Ausgrabungen, die bis heute andauern.

 

Obwohl die wissenschaftliche Arbeit in Cahal Pech noch in den Anfängen steckt, können Sie bereits die ganze Bandbreite archäologischer Arbeit in einer alten Maya-Stadt erleben. Die Ruinen liegen im Urwald, in dem zahlreiche tropische Pflanzen gedeihen und viele Vögel zu Hause sind. In nur wenigen Minuten erreichen Sie hier zu Fuß vom Zentrum San Ignacios aus die Welt historischer Monumente und wunderbarer Naturschönheit.

 


Innenhof in Cahal Pech


Maya-Gewölbe eines Tempels


Vorderansicht des Haupttempels von Cahal Pech

 

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