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Die Anfänge der Maya-Kultur in
Zentral-amerika (von den Archäologen noch etwas exakter als Mesoamerika
definiert) liegen um 5000 v. Chr., als Nomaden vom Norden her in die Region
einwanderten und sich entschie-den, sich in dieser Region niederzulassen
und gezielt Pflanzen anzubauen, sie zu domesti-zieren. Diese frühen Ernten
bestanden aus Mais, Bohnen und anderen Feldfrüchten. Vor-aussetzung für
diese Art der Pflanzennutzung war, dass die Menschen nicht mehr
umher-zogen, sondern an einem Ort blieben, um sich um ihre Felder zu
kümmern. Damit waren die ersten Maya-Siedlungen gegründet.
Diese Siedlungen wuchsen, die
Landwirtschaft wurde ausgedehnt, Erfindungen machten das Leben einfacher.
Einige der wichtigen Neuerungen waren Keramikgefäße, um etwas
aufzubewahren, das Zubereiten und Kochen von Nahrung. Aufgrund ihres
Gewichtes und ihrer Zerbrechlichkeit wird Keramik nur sehr selten von
Nomaden genutzt. Normalerweise sind Keramikfunde ein Zeichen dafür, dass es
an dieser Stelle eine längere Besiedlungszeit gegeben hat. Vieles von dem,
was Archäologen über die frühe Präklassik in Belize wissen, stammt aus
Forschung an der Maya-Stätte Cuello, außerhalb der Stadt Orange Walk.
Radiokarbon-Datierungen aus einer Reihe von Gebäuden und Abfallgruben
(Archäologen lieben Plätze, an denen Menschen ihren Müll hinterlassen
haben) zeigen eine Besiedlung aus der Zeit um 2500 v. Chr. Die Funde aus
dieser Periode sind kleine Gebäude mit Lehmplattformen und gebrannten
Tonherden.
Andere Fundstücke, die aus der
Präklassik stammen, sind Werkzeuge, um Mais zu mahlen, und eine
kannelierte Pfeilspitze aus Stein. Während der Präklassik wurde aus der
Maispflanze mit kleinen Kolben und geringem Ertrag eine Vielzahl von
Züchtungen mit größeren Maiskolben und hohen Erträgen. Die Bauern lernten,
ihre Ergebnisse zu maximieren und das, was sie herausgefunden hatten, an
folgende Generationen weiterzugeben.

Mit den Verbesserungen in der
Landwirt-schaft, der Einführung höherentwickelter Werkzeuge und dem Wachsen
der Siedlungen entwickelte sich die Maya-Kultur zu einer Zivilisation, die
mit großen Städten und dazu-gehörigen Zeremonienzentren verbunden wur-de.
Die folgende Chronologie erleichtert es
vielleicht, sich vorzustellen, was während der Präklassik geschah:
Frühe
Präklassik - 2000 bis 1000 v. Chr.
- Die ersten
bäuerlichen Siedlungen
Mittlere
Präklassik - 1000 bis 300 v. Chr.
- Zunehmende
Bevölkerungsdichte in den Tiefebenen Mesoamerikas
Späte
Präklassik - 300 bis 250 v. Chr.
- Die Siedlung in
Nord-Belize erreicht eine herausragende Stellung.
Mit fortschreitender Zeit wurden die
Siedlungen immer zahlreicher und größer. Die Stätten zeigten immer
deutlichere Merkmale entwickelter Organisationsformen: öf-fentliche
Gebäude, ausgearbeitete Gräber und Jadeschmuck. Jade wurde zum auf-fälligen
Zeichen der Elite, sowohl in der Menge, in der es besessen wurde, als auch
in der Qualität, in der sie bearbeitete wurde.
Gegen Ende der Präklassik blühte
der Handel, ein Netzwerk zwischen den wachsenden Siedlungen war
entstanden. Die meisten der großen Zeremonienzentren, darunter viele in
Belize, erlebten zu dieser Zeit ihren Aufstieg. Der aber bei weitem wichtigste
Ort dieses Zeitabschnitts, so weit die Archäologen wissen, lag in Belize:
Cuello.
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