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Ursprünglich stammten alle Bewohner der
amerikanischen Subkontinente von Men-schen ab, die über die Beringstraße
aus Asien kamen: Als der Meeresspiegel so tief abge-sunken war, dass eine
Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska bestand, konnten sie den anderen
Kontinent erreichen. Die Nomaden der Vorzeit verteilten sich über ganz
Nord-amerika sowie Zentral- und Südamerika.
Um 4000 v. Chr. waren die
Hochlandge-biete Mittelamerikas bevölkert - und zwar in einer
Populationsdichte, dass sich klei-ne Siedlungen bildeten und die gezielte
Nutzbarmachen von Pflanzen betrieben wurde. Die frühen Maya erreichten Belize
und andere tropische Tiefebenen um 2000 v. Chr. Zu dieser Zeit waren sie
bereits erfahrene Bauern. Die frühesten Belege für eine Maya-Besiedlung in
Belize stammen aus Cuello, etwas außerhalb der Stadt Orange Walk. Die Funde
sind auf um 2500 v. Chr. datiert.
Archäologen nutzen Artefakte aus Keramik,
Stein, Muscheln und Knochen, um das Alter zu bestimmen. Sie bedienen sich
aber auch der Maya-Kalender. Die Maya hatten ein recht komplexes
Kalendersystem und hielten in Inschriften exakt Daten fest. Sie wurden in
einer Hieroglyphenschrift in mächtige Steinmonumente geschlagen, auf denen
im sogenannten Long Count auch Zeitabschnitte und genaue Tagesdaten dokumentiert
wurden.
Lange haben Archäologen daran
gearbeitet, jedes von den Maya festgehaltene Datum auf unseren
Gregorianischen Kalender in Relation zu setzen. Die am weitesten
akzeptierte Korrelierungssystem, G-M-T genannt, wurde von drei anerkannten
Ar-chäologen entwickelt. Durch die gewonnen Daten war es den Forschern
möglich, drei Hauptperioden der Maya-Zivilisation herauszuarbeiten: die
Präklassik, die Klassik und die Postklassik. Zur besseren generellen
Orientierung sei Folgendes festgehalten: Die Blütezeit der
Maya-Zivilisation beginnt zeitgleich mit den späten Jahren des Römischen
Reiches. 
Die Chronologie der
Maya-Zivilisation ist recht einfach: Der Aufstieg beginnt in der Präklassik,
die Blüte wird in der Klassik erreicht, in der Postklassik setzt der
Niedergang ein und schließlich fällt die Kultur auf eine niedrige Stufe
zurück. Weitere Detailinformationen über die einzelnen Perioden finden Sie
auf den folgenden Station dieser Tour.
Die Maya-Stätten von Belize stehen
beispielhaft für alle Zeitabschnitte der Maya-Hochkultur. Innerhalb der
Grenzen von Belize liegt mit Cuello eine der ältesten bekannten
Maya-Ruinen. Eine der am längsten bewohnten Stätten ist Lamanai. Und einer
der größten Funde an Jadeschnitzereien wurde bei Ausgrabungen in Altun Ha
getätigt. Die Vielseitigkeit sowie gute Zugänglichkeit macht Belize zu
einem der Topp-Länder der Region, wenn es darum geht, sich mit
Maya-Archäologie zu beschäftigen und diese Kultur zu studieren.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Maya ein
sehr komplexes Sozialsystem hatten. Grundsätzlich baute die Hierarchie auf
lokale Eliten auf, die die Land-wirtschaft organisierten und so Ernten und
Arbeit für ihre eigenen Bedürfnisse rekrutierten. Diese lokalen Eliten
wiederum stützten ein zentrales Verwaltungssystem von höherstehenden Fürsten,
die ihren Sitz an dem Haupt-Zeremonienzentren hatten. Diese Zentren unterhielten
Armee und dienten als Verteilungszentrum für Nahrungsmittel.
Dabei darf nicht vergessen werden, dass die
Maya-Zivilisation aus weit mehr als diesen großen Zeremonienzentren
bestand. Die Mehrheit der Maya-Bevölkerung bilde-ten Kleinbauern - so wie
heute noch.
Die Maya-Stätten, die Sie auf
unserer Tour besuchen werden, sind Beispiele für die komplexen
wirtschaftlichen und politischen Hierarchien, die fast 1000 Jahre lang
diese mächtige Zivilisation zusammenhielten. Wir wollen nun mit den ersten
Siedlungen in Belize während der präklassischen Zeit beginnen.
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