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Im Jahre 1981 wurde Belize unabhängig. Während der ersten drei Jahre als souveräner Staat wurde Belize von der People's United Party (P.U.P.) regiert; erster Premierminister war George Price. Nach der ersten Wahl 1984 gab es einen demokratischen Machtwechsel. Die United Democratic Party (UDP) stellte nun die Mehrheit, zum Premierminster wurde Manuel Esquivel ernannt. Die dann folgende Wahl 1989 gewann die People's United Party und stellte erneut die Regierung.
Die Regierungsform von Belize
ist nach dem britischen Westminster-System aufgebaut. Generalgouverneur,
Premierminister und Kabinett bilden die Exekutive der Regierung. Die
Legislative setzt sich aus dem Repräsentantenhaus, in das 28 Mitlieder
gewählt werden, und dem Senat zusammen, dessen acht Mitglieder ernannt
werden. Der Premierminister wird durch den Generalgouverneur ernannt und ist
Vorsitzender der Regierungspartei und des Kabinetts. Das Rechtssystem besteht
aus Oberstem Gerichtshof (Supreme Court) und Bezirksgerichten (Magistrate
Court). Jeder Landesdistrikt hat einen Magistrate Court, Belize City bildet
eine Ausnahme, da es vier besitzt. Jeder der sechs Landesdistrikte - San
Pedro und Benque Viejo eingeschlossen - hat regional gewählte siebenköpfige
Town Boards. In Belize City gehören dem City Council neun Mitglieder an.
Politische Parteien vermeiden Konflikte mit einzelnen gesellschaftlichen Schichten, indem sie alle zu repräsentieren suchen. Gewöhnlich identifizieren sie sich aber, wenn sie nicht an der Macht sind, mit den ärmeren Schichten der Gesellschaft. Größtenteils finanzieren sich die politischen Parteien nicht durch ihre Mitglieder, sondern durch erhebliche Spenden aus der Wirtschaft, die meistens der Öffentlichkeit nicht bekannt werden und auch nicht bekannt gegeben werden müssen.
Während der Selbstverwaltungszeit Belizes hatte Großbritannien die Kontrolle über die Außenpolitik des Landes behalten, erlaubte aber der People's United Party, an außenpolitischen Initiativen mitzuwirken.
Belize war sehr zurückhaltend und eher neutral, was seine außenpolitische Position anging. Das Land pflegte enge Verbindungen zu dem britischen Militär aber auch zu den Vereinigten Staaten von Amerika - nicht zuletzt wegen der Handelsbeziehungen und der Fördergelder, die dadurch in das Land flossen. Da die Außenpolitik ein Mittel und Werkzeug war, um Handel und Investitionen im Land zu fördern, unterschied sie sich nicht von der der meisten anderen Nationen während der 90er Jahre.
Die belizische Außenpolitik ist stark durch die politischen, militärischen und ökonomischen Beziehungen zu Großbritannien und zu den Vereinigten Staaten von Amerika geprägt worden, ebenso durch die geografischen Verflechtungen innerhalb Zentralamerikas und der Karibik.
Ein Grund, warum Belize keine aktive Rolle im mittelamerikanischen Frie-densprozess gespielt hat, liegt darin begründet, dass das Land traditionell aus der zentralamerikanischen Politik herausgehalten wurde. Seit den späten 80er Jahren ist Belize von den Nachbarstaaten auf der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika als eigenständige Nation anerkannt worden.
Zwischen Belize und Mexiko hat sich dabei eine besonders gute Partnerschaft entwickelt. Anders als in übrigen zentralamerikanischen Staaten, gibt es in Belize eine positive Grundhaltung gegenüber Mexiko und dessen Gesellschaft. Belize hat auch zu Venezuela enge Beziehungen aufgebaut, das daran interessiert war, von Belize Unterstützung bei den Bemühungen um eine Vollmitgliedschaft in der Caricom zu erhalten.
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