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Belize ist ein Land unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und ethnischer Gruppen. Das Volk der rund 250.000 Belizianer besteht im wesentlichen aus Kreolen, Garifuna, Mestizen, Spaniern, Maya, Engländern, Mennoniten, Libanesen, Chinesen und Ostindern. Als Folge der multikulturellen Harmonie und religiösen Toleranz haben sich viele dieser Gruppen auch miteinander vermischt - und Belize hat eine breite Anerkennung erlangt, ein Land freundlicher Menschen zu sein.
Am weitverbreitesten als Sprache ist Englisch, fast ebenso das Creole, die Sprache der Kreolen. Aber Spanisch gewinnt zunehmend an Bedeutung. Garifuna, Maya und friesischstämmige Mennoniten sprechen zudem ihre eigenen Sprachen.
Zwei Drittel der Kreolen leben in Belize City. Kreolische Männer behielten - auch nach Ende der Sklaverei - ihre beherrschende Rolle in den Holz-fällergruppen und dominieren heute noch den öffentlichen Dienst. Auch in den politischen Parteien und in den Medien des Landes nehmen die Kreolen eine hervorgehobene Stellung ein.
Fischfang und Landwirtschaft sind die traditionellen Erwerbszweige der Garifuna. Als Angestellte arbeiten Garifuna vor allem als Lehrer oder im öffentlichen Dienst; sie gelten als besonders sprachbegabt und lerneifrig. Die Garifuna pflegen ihre Rituale und Traditionen, während sie zugleich versuchen, ihren Platz in der belizischen Gesellschaft zu behaupten.
Der 19. November ist ein nationaler Feiertag, durch den jährlich an die Ankunft einer großen Anzahl von Garifuna im Jahr 1832 erinnert wird.
In Belize leben drei Gruppen
von Maya: Yucatec, Mopan und Kekchi. Die Yucatec-Maya stammen aus Yukatan und kamen Mitte des 19. Jahrhunderts nach Belize, als sie vor dem Kastenkrieg, der in ihrer ursprünglichen Heimat tobte, flohen. Jetzt leben sie im Corozal- und Orange Walk Distrikt. Die Yucatec haben Englisch und Spanisch als Sprachen angenommen, pflegen aber neben ihrer eigenen Sprache auch ihre traditionellen Rituale.
Kekchi-Maya kamen in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts auf der Flucht vor Versklavung durch deut-sche Kaffeebarone in Verapaz nach Belize. Sie siedelten in Flachlandgebieten an den Ufern von Flüssen und Bächen und bildeten kleine, isoliert liegende Dörfer im gesamten Toledo Distrikt. Aufgrund der Abgeschiedenheit ihrer Siedlungsgebiete entwickelten sich die Kekchi-Maya zur selbstständigsten ethnische Gruppe in Belize. Dieses friedfertige Volk ist für seine Tätigkeit in der Landwirtschaft in Genossenschaftsformen und für seine kulturelle Entwicklung bekannt.
Alle Maya-Gruppen legen großen Wert darauf, ihre kulturelle Identität zu bewahren, während Mestizen und Kreolen ihre Kultur als vergleichsweise nachrangig betrachten.
MAYA IN DER VERGANGENHEIT In Belize gab es die
frühesten Siedlungen der Maya, wie Glyphentexte und Ausgrabungsergebnisse
beweisen. Archäologen haben im Orange Walk Distrikt Spuren erster Besiedlung durch die Maya aus der Zeit um 2000 v. Chr.
gefunden. Maya verstanden sich –
und sie tun es noch heute - als „Produkte“ des Ceiba-Baumes. Dieser Baum gilt
als Zentrum des Universums, der den Himmel trägt und der das Symbol des
Lebens ist. Die Tatsache, dass die Maya in ihr Zahlensystem bereits die Null integriert hatten, ist bereits ein Zeichen dafür, welch hochentwickelte Kultur sie besaßen. Ein Schleier des Verborgenen liegt immer noch darüber, warum ihre Zivilisation so einen rapiden Niedergang genommen hatte. Eine beachtenswerte Theorie begründet dies damit, dass eine Dürrekatastrophe und eine Hungersnot die Ursache war. Maya einer Gemeinschaft
identifizierten sich ausschließlich mit ihren Priestern und Fürsten. Maya
anderer Zusammenschlüsse - auch wenn sie ganz in der Nähe lebten - waren für
sie Feinde.
Die Mennoniten bestehen
darauf, ihre eigenen Schulen, ihre eigene Kirche und ihr eigenes Banksystem in ihren Gemeinden
zu haben. Sie sind erfahrene Landwirte, und die meisten Belizianer
profitieren davon, dass die Mennoniten Geflügelprodukte im ganzen Land
verkaufen. Möbel aus Mennonitenwerkstätten sind ebenfalls ein Begriff in
Belize. Überall im Land gelten die Einwanderer und ihre Nachfahren als hart
arbeitende Menschen. |
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